Beim Kapitalbezug hängt die Höhe des Einkom­mens nach der Pensionierung davon ab, wie das Kapital an­gelegt wird und wie die per­sönliche Lebens­erwartung aussieht. Abhängig von der Anlagestrategie und den aus­gewählten Anlageinstrumen­ten kann ein eher tieferes Ein­kommen (Geldmarktpapiere, Obligatio­nen, etc.) oder ein eher höhe­res Einkommen (Ak­tien, Edelmetalle, Rohstoffe, etc.) erzielt werden.

 

Für die Anla­gestrate­gie und die perio­di­sche Kon­trolle beziehungs­weise allfäl­lige Anpassungen ist man selbst verantwortlich. Dies bedingt einen gewissen zeitlichen Aufwand und ein Interesse an den Entwicklun­gen an den Geld- und Kapital­märkten. Ganz anders verhält es sich beim Ren­tenbezug. Das Einkommen ist prinzipiell durch die le­benslang garan­tierte Rente gesichert. Anlage­entschei­dungen sind nicht selbst zu treffen. Das Rendite­risiko wird vollständig durch die Vorsorgeeinrichtung getra­gen.

 

Weiter ermöglicht der Kapital­bezug eine hohe Flexibi­lität, denn man kann über das ge­samte Kapital frei ver­fügen. Je nach Bedürfnissen und Wünschen kann es in einer ersten Phase nach der Pensio­nierung opportun sein, ein höheres Einkommen zu bezie­hen als in einer späteren Phase. Höhere Ausgaben kön­nen beispielweise durch den Kauf einer Ferienwohnung oder aufgrund einer grösseren Reise entstehen. Wählt man den Rentenbezug, entfällt diese Flexibilität. Das monatli­che Einkommen ist fixiert. Der Versicherte erhält ab seiner Pensionie­rung ein gleichblei­bendes Einkommen.

 

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